Ja, nach diesem Wochenende kann ich jetzt offiziell sagen, dass ich angekommen bin. Es ist nichts weltbewegendes passiert und ich bin auch nicht über Nacht zum Super-AuPair geworden, aber nach dieser stressigen, schlaflosen, anstrengenden, ermüdenden Woche, bin ich jetzt endlich angekommen. Ich habe mich eingelebt, die kids lieben mich und ich sie (noch), der Doodle ist mein neuer bester Freund und ich verstehe mich einfach fabelhaft mit meinen Gasteltern. Ich fühle mich wirklich zu Hause.
Nun zum Wochenende. Samstag stand der Geburtstag vom Vater meines Gastvaters an. Nachdem mir meine Gastmutter (die selbst lieber zu Hause geblieben wäre), mehrere outs gegeben hat, entschied ich mich trotzdem mitzugehen. Kann ja schließlich nicht schaden, gleich mal alle kennen zu lernen. Und entgegen ihrer Vorwarnung kamen weder inappropriate Kommentare über Hitler,noch über deutsche Frauen oder mich. Und der gute (alte) Mann war auch gar nicht so grumpy, wie er mir von allen Seiten beschrieben wurde.. aber wahrscheinlich hatte er einfach mal gute Laune. Hätte ich an meinem Geburtstag auch. Klar, spannend ist anders, aber es war schon mal besser als erwartet, auch wenn ich von einer Hälfte der Party weitestgehend ignoriert wurde und die andere Hälfte meine Gasteltern und kids waren :D Aber was solls, es hätte unangenehmer werden können.
Heute stand dann die andere Seite der Familie auf dem Programm, denn obviously sind Sonntagnachmittage bei den Großeltern hier eine Tradition. Ich werde zwar in Zukunft wahrscheinlich eher nicht mehr mitgehen, aber zum kennenlernen am Anfang war das doch nicht schlecht. Außerdem sind die auch total lieb und scheinen mich auch wirklich zu mögen. Hab trotzdem die meiste Zeit mit meiner Gastmutter auf der Terrasse gesessen und über Gott und die Welt gequatscht. Unser dinner war selbstverständlich wieder takeout vom Italiener, was wir beide momentan dann doch entwas eintönig finden, aber wir wurden auf dem Weg zum Restaurant wenigstens von vier Bambis entschädigt, die seelenruhig an der Hauptstraße gegrast (nennt man das grasen, oder sagt man das nur bei Kühen??) haben.
Keine Angst, ich werde hier nicht jeden Tag posten, dazu bin ich viel zu faul und lustlos. Aber nach meinem ersten Arbeitstag morgen, werde ich definitiv mal berichten. Und da ich morgen auch genau eine Woche hier bin, lade ich bestimmt ein Video dazu hoch, also YouTube checken!!! :)
xo- Jessy
“Twenty years from now you will be more disappointed by the things you didn’t do than by the ones you did do. So throw off the bowlines, sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.” – Mark Twain
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Sonntag, 14. September 2014
Page 6/7 of 356 - Home
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Freitag, 12. September 2014
Page 5 of 365 - Of grandmas and cars
Aaaallright.
Meine erste Nacht in meinem neuen Zuhause war super! Ich hab echt richtig gut geschlafen.. bis um fünf. Und nein.. entgegen aller Vermutungen anderer Aupairs, haben mich nicht meine drei Jungs geweckt, sondern.. meine innere Uhr! Ja, ich stecke immer noch im deutschen Schlafrhythmus und es geht mir so langsam aber sicher auf die Nerven. Hab das ganze dann noch bis um neun herausgezögert und mich dann, nachdem ich einigermaßen brauchbar aussah, gleich mal der Oma vorgestellt, die heute zum babysitten für meinen Kleinen eingeteilt war. Supersüße und liebe Frau! Und gebürtige Deutsche! Ha :D Meine hostmum hat mir auch schon erzählt, dass ihre Mutter mich total mag, was ich schon mal als gutes Zeichen auffasse, wenn es von der Oma kommt :)
Aaaaußerdem!!! hatte ich heute meine erste Autofahrt. Ja, ihr habt richtig gehört.. ich, die orientierungsloseste Person Deutschlands, wahrscheinlich der ganzen Welt, ist in der USA Auto gefahren. Ein großes Auto! Ich brauche euch bestimmt nicht sagen, wie nervös ich war. Aber abgesehen davon, dass mein linker Fuß ab und zu dahin geht, wo er nicht hingehen soll, ist alles in Butter. Solange das Auto GPS hat und ich unser Haus wieder finde, funktioniert das schon. Aber jetzt mal ganz im Ernst.. hier sieht alles so gleich aus! Die Straßen verlaufen alle in total seltsamen Kreisen und ich hab noch nicht so ganz durchschaut, ob da wirklich ein System dahinter steckt. Aber selbst meine hostmum sagt, dass sie sich nur auf den drei Hauptstraßen (die auch ich benutzen werde) zurechtfindet und der Rest der Stadt wie ein Labyrinth für sie ist, also whatever ;)
Die zentrale Aussage dieses Posts ist eigentlich nur, dass ich mich hier super aufgenommen fühle, die Kinder (noch) total lieb sind und ich mich wirklich darauf freue, ein Jahr mit dieser Familie zu leben! :)
xo- Jessy
Meine erste Nacht in meinem neuen Zuhause war super! Ich hab echt richtig gut geschlafen.. bis um fünf. Und nein.. entgegen aller Vermutungen anderer Aupairs, haben mich nicht meine drei Jungs geweckt, sondern.. meine innere Uhr! Ja, ich stecke immer noch im deutschen Schlafrhythmus und es geht mir so langsam aber sicher auf die Nerven. Hab das ganze dann noch bis um neun herausgezögert und mich dann, nachdem ich einigermaßen brauchbar aussah, gleich mal der Oma vorgestellt, die heute zum babysitten für meinen Kleinen eingeteilt war. Supersüße und liebe Frau! Und gebürtige Deutsche! Ha :D Meine hostmum hat mir auch schon erzählt, dass ihre Mutter mich total mag, was ich schon mal als gutes Zeichen auffasse, wenn es von der Oma kommt :)
Aaaaußerdem!!! hatte ich heute meine erste Autofahrt. Ja, ihr habt richtig gehört.. ich, die orientierungsloseste Person Deutschlands, wahrscheinlich der ganzen Welt, ist in der USA Auto gefahren. Ein großes Auto! Ich brauche euch bestimmt nicht sagen, wie nervös ich war. Aber abgesehen davon, dass mein linker Fuß ab und zu dahin geht, wo er nicht hingehen soll, ist alles in Butter. Solange das Auto GPS hat und ich unser Haus wieder finde, funktioniert das schon. Aber jetzt mal ganz im Ernst.. hier sieht alles so gleich aus! Die Straßen verlaufen alle in total seltsamen Kreisen und ich hab noch nicht so ganz durchschaut, ob da wirklich ein System dahinter steckt. Aber selbst meine hostmum sagt, dass sie sich nur auf den drei Hauptstraßen (die auch ich benutzen werde) zurechtfindet und der Rest der Stadt wie ein Labyrinth für sie ist, also whatever ;)
Die zentrale Aussage dieses Posts ist eigentlich nur, dass ich mich hier super aufgenommen fühle, die Kinder (noch) total lieb sind und ich mich wirklich darauf freue, ein Jahr mit dieser Familie zu leben! :)
xo- Jessy
Page 4 of 365 | Welcome to America!
Heeeeey :)
Also bevor ich was zu meinem ersten Tag in der Gastfamilie sage, eine kurze Anmerkung...: Freunde und Familie, ihr braucht euch nicht verpflichtet fühlen, jeden Tag meine Blogeinträge zu lesen ;) Das mache ich nur als Erinnerung an mich selbst und als Eindruck für andere AuPairs :)
Alright. Mir gefällt es hier echt super! Meine Gasteltern sind wirklich nett und aufmerksam und die Kinder sind einfach nur süß!!!
Meine Gastmutter und die zwei jüngeren kids haben mich dreiviertel drei am Hotel abgeholt, wo ich schon vor Nervosität zitternd saß und am liebsten wieder gegangen wäre :D Aber ich hatte ja Cori's Unterstützung, die tapfer neben mir saß und mitgezittert hat. Zuhause angekommen hab ich direkt eine Mitarbeiterin meiner Gastmutter kennengelernt, die mir irgendwas von Schafscheiße erzählt hat, was ich echt nicht wissen wollte, aber ich glaube, dass sie normalerweise ganz nett ist. Hundi hat mich gleich mit stundenlangem Gebelle und Ablecken begrüßt, was ich erschreckenderweise sogar sehr angenehm fand und mein kleinster hat sich erstmal eine Magen-Darm Infektion angeschafft, die wir wahrscheinlich in zwei Tagen auch haben werden, was meine Gastmutter mit den Worten "Welcome to America" kommentierte. Selbstverständlich wurde mir als erstes sämtliches Spielzeug gezeigt und ich bekam eine große Haustour. Nachdem ich mein Experiment "Koffer auspacken" als gescheitert befand, gesellte ich mich erstmal für ein Stündchen zu meiner Gastmutter in den Garten, wo mich auch gleich Nachbarin Gwenn begrüßte and boy she has nerves. Meine Gastmutter hatte mit dem Statement, dass sie mir das Leben vereinfachen wird definitiv Recht! Ich glaube niemand kann die Jungs so gut entertainen wie sie.. Und das obwohl sie erst zwölf ist :D Anschließend kommt mein Gastvater mit dem heiß ersehnten Essen nach Hause und mein ältester hält ungefähr fünf Ansprachen an mich. Cute :). Nach ein paar Runden candyland und penguins kann ich dann endgültig nicht mehr -> tot, bedtime. Schnell noch mein amerikanisches Fernsehprogramm checken und tatsächlich, ich muss im Himmel sein! Full House, The Ellen DeGeneres Show, King of Queens und Friends!!!! Ein Traum wird wahr! :D
Meine Gastmutter und die zwei jüngeren kids haben mich dreiviertel drei am Hotel abgeholt, wo ich schon vor Nervosität zitternd saß und am liebsten wieder gegangen wäre :D Aber ich hatte ja Cori's Unterstützung, die tapfer neben mir saß und mitgezittert hat. Zuhause angekommen hab ich direkt eine Mitarbeiterin meiner Gastmutter kennengelernt, die mir irgendwas von Schafscheiße erzählt hat, was ich echt nicht wissen wollte, aber ich glaube, dass sie normalerweise ganz nett ist. Hundi hat mich gleich mit stundenlangem Gebelle und Ablecken begrüßt, was ich erschreckenderweise sogar sehr angenehm fand und mein kleinster hat sich erstmal eine Magen-Darm Infektion angeschafft, die wir wahrscheinlich in zwei Tagen auch haben werden, was meine Gastmutter mit den Worten "Welcome to America" kommentierte. Selbstverständlich wurde mir als erstes sämtliches Spielzeug gezeigt und ich bekam eine große Haustour. Nachdem ich mein Experiment "Koffer auspacken" als gescheitert befand, gesellte ich mich erstmal für ein Stündchen zu meiner Gastmutter in den Garten, wo mich auch gleich Nachbarin Gwenn begrüßte and boy she has nerves. Meine Gastmutter hatte mit dem Statement, dass sie mir das Leben vereinfachen wird definitiv Recht! Ich glaube niemand kann die Jungs so gut entertainen wie sie.. Und das obwohl sie erst zwölf ist :D Anschließend kommt mein Gastvater mit dem heiß ersehnten Essen nach Hause und mein ältester hält ungefähr fünf Ansprachen an mich. Cute :). Nach ein paar Runden candyland und penguins kann ich dann endgültig nicht mehr -> tot, bedtime. Schnell noch mein amerikanisches Fernsehprogramm checken und tatsächlich, ich muss im Himmel sein! Full House, The Ellen DeGeneres Show, King of Queens und Friends!!!! Ein Traum wird wahr! :D
Achja.. Eventuell kommt demnächst ein neues Video. Hab in der Trainingsschool ein bisschen mitgefilmt aber weiß nicht, ob die Filme so qualitativ hochwertig sind und viel sinnvolles hab ich auch nicht erzählt. Aber naja, mal gucken :D
See ya! :*
Mittwoch, 10. September 2014
Page 1 of 365
Erinnert ihr euch noch an den Satz "Ich werde die nächsten Tage auf jeden Fall für euch mit filmen" aus meinem letzten Post? Ja, hat top geklappt!
Alsoo Freunde, heute ist Mittwoch, ich liege noch in meinem meeeega Bett im Double Tree by Hilton Hotel in Tarrytown und nutze diese wenige Zeit einfach mal für ein kurzes Update:
Alsoo Freunde, heute ist Mittwoch, ich liege noch in meinem meeeega Bett im Double Tree by Hilton Hotel in Tarrytown und nutze diese wenige Zeit einfach mal für ein kurzes Update:
Der Flug am Montag war eigentlich echt ok, wir haben halb neun eingecheckt, waren gegen viertel elf im Flugzeug und sind fast planmäßig eine halbe Stunde zu spät los geflogen... kurzes Fazit vom Flug: 8 Stunden sitzen ist laaaang, die Filme waren top, Barbara Meier (Germanys next topmodel) saß vor uns und ich habe angestrengt versucht, nicht zu auffällig zu starren, Würstchen wird hier als grauer Fleischklops mit undefinierbarer kackbrauner Füllung definiert und bei der Landung dachten wir kurzzeitig, unsere Zeit sei gekommen. Nachdem wir ungefähr eine Stunde im stickigen Flughafen mit ca 300 Menschen an der Visumskontrolle an standen und schon dachten, es könne nicht mehr schlimmer kommen, entdeckten wir dieses Schild:
Natüüüürlich waren es UNSERE Koffer, die verloren gegangen sind! Fünf Sicherheitskontrollen später fanden wir den Lufthansa Schalter und bekamen die fröhliche Mitteilung, dass unser Gepäck immer noch in Frankfurt ist, zusammen mit einem 50 $ Gutschein ("You can use it everywhere for everything you want!"), den wir nicht mal im Flughafen einlösen konnten. Jackpot. Da wir zu diesem Zeitpunkt allerdings schon eine Weile wach waren, hatten wir den Zeitpunkt der Müdigkeit, an dem man sich über sowas aufregt allerdings schon lange überschritten, nahmen unser Handgepäck und suchten jemanden, irgendjemanden, der uns zum Hotel bringt. Busfahrer Steven war die erste gute Nachricht an diesem Tag. Mit Witz, Charme und weniger guten Deutschkenntnissen, entertainte er uns bis zum bitteren Ende. Kurze Einweisung von Joan, unserer Seminarleiterin, Essen, duschen, schlafen. Die beiden Mädels in meinem Zimmer sind übrigens echt nett, auch wenn ich die deutsche erst für eine Italienerin hielt und die richtige Italienerin ungefähr drei Worte Englisch kann.
So, nachher oder heute Abend schreibe ich dann mal noch etwas über die ersten beiden Tage. See ya!
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Freitag, 15. August 2014
#1 - Visum
Hallo ihr Lieben! :)
Hier bin ich wieder! Es hat zwar länger gedauert, als gedacht.. aber heute werde ich euch endlich von meinem Termin bei der amerikanischen Botschaft in Berlin erzählen.
Erst einmal vornab.... es ist alles halb so schlimm! :) Ja, klar... das Visum ist meistens die letzte Hürde, die ein Au Pair von seiner großen Reise trennt und wirkt deshalb vielleicht auch ein bisschen einschüchternd, gerade wenn es um ein penibles und genaues Land wie die USA geht. Aber Mädels und Jungs.. solange ihr euch nicht anstellt wie komplette Trottel und euch schön an die Anleitung in eurem Handbuch haltet, kann üüüüberhaupt nichts passieren!
Auf jeden Fall solltet ihr daran denken, so wenig wie möglich mitzunehmen. Elektronische Geräte jeglicher Art sind in der Botschaft NICHT zugelassen und werden euch abgenommen, also lasst sie lieber gleich zu Hause/im Auto/im Schließfach/bei anderen Personen. *Ironie on* Die USA hält ja schließlich nicht viel vom Abhorchen und Ausspionieren. Das gehört sich ja auch nicht! *Ironie off* Außerdem dürft ihr keine Rucksäcke und Taschen mitbringen. Am besten ist es, wenn ihr einfach nur eine Klarsichthülle mit euren Dokumenten dabei habt, da könnt ihr auf Nummer sicher gehen, dass wirklich nichts passiert.
(Tipp für alle in Berlin: Gegenüber vom Konsulat ist eine Wäscherei, die kostenlos Rucksäcke, Taschen, persönliche Gegenstände etc. aufbewahrt, solange ihr bei eurem Termin seid.)
Um zunächst erstmal die Frage zu klären, die mich am meisten beschäftigt hat:
Die wichtigsten Dokumente, die ihr auf keinen Fall vergessen dürft, sind:
1. Reisepass!!!
2. DS 2019 (wird euch von eurer Organisation zugeschickt und ihr müsst es nur noch unterschreiben)
3. DS 160 Bestätigung (aus dem Internet ausgedruckt)
4. Die Bestätigung, dass eure Sevis-Gebühr bezahlt wurde
5. Passfoto!*
(6. Bindemittel)**
* Falls ihr kein Passfoto habt, oder zur Sicherheit lieber in der Botschaft welche machen möchtet, dann packt am besten ein bisschen Kleingeld ein. Drei Fotos kosten glaube ich, um die sechs Euro.
** Bindemittel sind Dokumente, mit denen ihr im Notfall nachweisen könnt, dass ihr auch wirklich vorhabt, die USA nach diesem Jahr wieder zu verlassen und in euer Heimatland zurückzukehren.
Als Bindemittel könnt ihr beispielsweise aktuelle Kontoauszüge mitbringen (über 500 Euro auf dem Konto), die zeigen, dass ihr euch im Notfall auch den Rückflug selbst finanzieren könntet. Außerdem zählt auch eine Bürgschaft eurer Eltern oder eine Meldebescheinigung, die ihr im Rathaus bekommt.
Eine Stunde vor meinem Termin und trotzdem leicht abgehetzt komme ich 8:45 Uhr am amerikanischen Konsulat in Berlin an. Da ich nicht genau weiß, was ich jetzt tun muss und mich die auf und ab marschierenden, unifomierten Security-Leute etwas aus dem Konzept bringen, stelle ich mich angespannt ans Ende der wartenden Schlange. Offensichtlich wurde an diesem Tag nicht zwischen non-immigrant visa (also wir) und immigrant visa unterschieden. Der erste (uniformierte) und sehr nette junge Mann, den ich versehentlich auf Englisch anspreche, winkt mich mit einem freundlichen Zwinkern direkt in ein kleines Glashaus durch. Dem Mann hinter dem Panzerglas, zeige ich meinen Reisepass, nenne meinen Termin und lächle verstört, als er mich und meinen Reisepass ansieht und fragt: "Bad Frankenhausen, ja?.." Den Witz hab ich nicht verstanden. Anschließend gehe ich durch eine Sicherheitskontrolle (wahrscheinlich ein Nacktscanner). An dieser Stelle kommt auch gleich ein bisschen Flughafen-Feeling auf, weil ich auch hier Schmuck, Gürtel, etc. abgeben muss und dann die nächste Sicherheitsschleuse passiere. Dadurch kann ich mich praktisch schon super auf meine Ausreise einstimmen! Die netten Mitarbeiter der Botschaft haben aber auch an alles gedacht! ;D Ich komme ohne Probleme durch den Scan und werde direk weitergeschickt (in ein anderes Gebäude) zu dem ersten von gefühlten 384053 Schaltern. Hier begrüßt mich eine freundliche Dame, die meine benötigten Dokumente aufgrund Arbeitsmangels selbst ordnet und in meinem Reisepass verstaut. Direkt neben ihr befindet sich der nächste Anlaufpunkt: ein junger Mann, dessen Aufgabe ich bis heute nicht verstanden habe. Auch er kontrollierte dieselben vier Dokumente (Reisepass, DS2019, DS160, Sevis Bestätigung) wie auch schon seine ältere Kollegin zuvor. An Überarbeitung leidet dort wirklich niemand. Nachdem auch dieser freundliche Mitarbeiter meine Dokumente als ausreichend befand, werde ich wieder weiter geschickt zu einem großen Raum mit einem Wartebereich und 7 seperaten Schaltern. (Schalter 1-5 zur Abgabe der Dokumente; Schalter 6,7 für die Interviews). Auch die dritte Mitarbeiterin an Schalter 1 akzeptiert meine Formulare und meinen Reisepass und lässt mich für ein paar Minuten Platz nehmen. Angespannt setze ich mich, wippe nervös mit meinem Bein, versuche die Menschen um mich herum nicht zu offensichtlich zu beobachten und warte darauf, dass mein Name aufgerufen wird. Aber auch hier - kein Problem. Der nette Mann, der mich befragt spricht nicht nur Deutsch, sondern scheint so desinteressiert, dass er wahrscheinlich jedem ein Visum gewähren würde. Mit einer monotonen, kaum hörbaren Stimme stellt er mir genau 4 Fragen... 1. Was wollen Sie in der USA machen? 2. Wo werden Sie wohnen? 3. Hatten Sie schon Kontakt zu ihrer Gastfamilie? (beantwortet das wirklich jemand mit nein???) und 4. Ist Ihre Gastfamilie nett und normal? Ich verkneife mir die Frage nach seiner Definition von "normal", nicke freundlich und schaue ihm beim Stempeln zu. Nuschelnderweise übermittelt er mir anschließend, dass mein Visum gewährt wurde und ich meinen Reisepass in den nächsten Tagen erhalten werde. Leicht orientierungslos begebe ich mich auf die Suche nach dem Ausgang. Die Anspannung fällt ab, Luft, Freiheit, Visum gewährt... jetzt steht meinem Auslandsjahr nichts mehr im Weg! :)
P.S.: Hier das dazugehörige Video meines YouTube Channels. Das ist auch etwas detaillierter ;)
Hier bin ich wieder! Es hat zwar länger gedauert, als gedacht.. aber heute werde ich euch endlich von meinem Termin bei der amerikanischen Botschaft in Berlin erzählen.
Erst einmal vornab.... es ist alles halb so schlimm! :) Ja, klar... das Visum ist meistens die letzte Hürde, die ein Au Pair von seiner großen Reise trennt und wirkt deshalb vielleicht auch ein bisschen einschüchternd, gerade wenn es um ein penibles und genaues Land wie die USA geht. Aber Mädels und Jungs.. solange ihr euch nicht anstellt wie komplette Trottel und euch schön an die Anleitung in eurem Handbuch haltet, kann üüüüberhaupt nichts passieren!
Auf jeden Fall solltet ihr daran denken, so wenig wie möglich mitzunehmen. Elektronische Geräte jeglicher Art sind in der Botschaft NICHT zugelassen und werden euch abgenommen, also lasst sie lieber gleich zu Hause/im Auto/im Schließfach/bei anderen Personen. *Ironie on* Die USA hält ja schließlich nicht viel vom Abhorchen und Ausspionieren. Das gehört sich ja auch nicht! *Ironie off* Außerdem dürft ihr keine Rucksäcke und Taschen mitbringen. Am besten ist es, wenn ihr einfach nur eine Klarsichthülle mit euren Dokumenten dabei habt, da könnt ihr auf Nummer sicher gehen, dass wirklich nichts passiert.
(Tipp für alle in Berlin: Gegenüber vom Konsulat ist eine Wäscherei, die kostenlos Rucksäcke, Taschen, persönliche Gegenstände etc. aufbewahrt, solange ihr bei eurem Termin seid.)
Um zunächst erstmal die Frage zu klären, die mich am meisten beschäftigt hat:
Welche Dokumente muss ich zu meinem Termin mitbringen?
Ja.... da ich ein, von Natur aus, sehr vergesslicher Mensch bin, war ich natürlich dieses Mal besonders besorgt, dass ich irgendein wichtiges Formular nicht dabei haben könnte. Aus diesem Grund habe ich dann auch am Abend vorher gaaaanz viele andere AuPairs gefragt und natürlich auch alles doppelt eingepackt, was im Nachhinein betrachtet einfach komplett sinnlos war... aber hinterher ist man ja immer schlauer ;)
Die wichtigsten Dokumente, die ihr auf keinen Fall vergessen dürft, sind:
1. Reisepass!!!
2. DS 2019 (wird euch von eurer Organisation zugeschickt und ihr müsst es nur noch unterschreiben)
3. DS 160 Bestätigung (aus dem Internet ausgedruckt)
4. Die Bestätigung, dass eure Sevis-Gebühr bezahlt wurde
5. Passfoto!*
(6. Bindemittel)**
* Falls ihr kein Passfoto habt, oder zur Sicherheit lieber in der Botschaft welche machen möchtet, dann packt am besten ein bisschen Kleingeld ein. Drei Fotos kosten glaube ich, um die sechs Euro.
** Bindemittel sind Dokumente, mit denen ihr im Notfall nachweisen könnt, dass ihr auch wirklich vorhabt, die USA nach diesem Jahr wieder zu verlassen und in euer Heimatland zurückzukehren.
Als Bindemittel könnt ihr beispielsweise aktuelle Kontoauszüge mitbringen (über 500 Euro auf dem Konto), die zeigen, dass ihr euch im Notfall auch den Rückflug selbst finanzieren könntet. Außerdem zählt auch eine Bürgschaft eurer Eltern oder eine Meldebescheinigung, die ihr im Rathaus bekommt.
Wie läuft der Termin im Konsulat/ in der Botschaft eigentlich ab? - ein etwas anderer Erlebnisbericht :D
P.S.: Hier das dazugehörige Video meines YouTube Channels. Das ist auch etwas detaillierter ;)
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Samstag, 2. August 2014
Klappe die Erste!
Applaus an mich! Warum? Weil ich es tatsächlich,
geschafft habe, einen Blog zu erstellen.
Und zur Feier des Tages kommt hier nun mein ERSTER Eintrag auf meinem ERSTEN Blog, über mein ERSTES Jahr als Au Pair. Ich fange diesen Post jetzt wahrscheinlich zum zehnten Mal an, was einfach daran liegt, dass es im Moment eigentlich noch nicht sehr viel zu berichten gibt, und ich krampfhaft versucht habe einen
Die meisten von euch, die hier zukünftig vorbeischauen, sollten mich ja ziemlich gut kennen. Für alle anderen Stalker, stelle ich mich jetzt einfach nochmal kurz vor :)
Ich bin Jessy, 18 Jahre alt und komme aus einer ziemlich kleinen Kleinstadt in Thüringen. Am 08.09.2014 werde ich mich vorerst aus dieser Einöde verabschieden und für ein hoffentlich tolles Jahr in Rye Brook, einem Vorort New York Citys, leben. Dort werde ich als Au Pair für eine wahnsinnig tolle Familie arbeiten und mit ihnen zusammen mein Leben teilen. Meine Gastfamilie besteht aus meinen superlieben hostparents, dem Familienhund (der laut eigenen Angaben eher ein viertes Kind ist) und meinen drei Jungs (2, 5 und 7 Jahre alt). Bis ich mit meiner Gastfamilie darüber gesprochen habe, dass ich einen Blog schreibe, werde ich aus Sicherheitsgründen erstmal keine Namen nennen oder Bilder von ihnen posten, ich hoffe ihr könnt das verschmerzen ;)
Ich werde wahrscheinlich nicht jeden Tag genau beschreiben, wann ich welches Kind ins Bett gebracht und bei welchem Spiel ich wie oft verloren habe, weil ich das selbst auf anderen Blogs auch nicht so gerne lese. Aber ich versuche trotzdem, so oft wie möglich von meinen alltäglichen Highlights, Reisen und neu gewonnenen Erkenntnissen zu schreiben.
Wenn ich mich richtig gut fühle und meine Angst vor Kameras überwinden sollte, dann könnt ihr mitunter sogar damit rechnen, hin und wieder ein Videotagebuch von mir bei youtube zu sehen. Bilder sagen schließlich mehr als tausend Worte ;)
Soo, das war es auch schon wieder von mir. Vielleicht schreibe ich nochmal einen kurzen Bericht, nachdem ich meinen Termin bei der Botschaft hatte, weil das ja bei angehenden Au Pairs immer ein heiß diskutiertes Thema ist. Ansonsten hört ihr wahrscheinlich erst wieder aus der USA von mir. Bis es so weit ist, könnt ihr euch gerne durch die anderen Seiten meines Blogs klicken, vielleicht findet ihr da ja noch spannende Infos ;)
Bis dahin, fettes Herz an euch alle!
Jessy
P.S. Wer möchte, kann mir gerne Kommentare im Gästebuch oder unter meinen Posts hinterlassen, ich freue mich über jede Reaktion :) Falls ihr noch andere Fragen habt, dann könnt ihr auch das Kontaktformular benutzen.
P.P.S. Als Einstimmung noch ein Song, der scheinbar die Hymne für alle diesjährigen Au Pairs ist ;)
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